Eigentlich ist das Gelée royale, auch Weiselfutter- oder Königinnensaft genannt, die Nahrung für die Larve, aus der sich später zur Bienenkönigin entwickelt. Um eine möglichst große Ausbeute an Gelee Royal zu haben, ist es teilweise üblich, die Larve der Bienenkönigin zu entfernen.

Das Volk bemüht sich dann, so schnell wie möglich eine Vielzahl an Bienenköniginnenlarven aufzuziehen und produziert mehr Gelee Royal als üblich. Dazu werden zusätzlich gleich mehrere Weiselzellen im Stock installiert, in denen die Tiere dann die Larven aufziehen, indem sie dort das Gelee einfüllen. In der Regel mach man sich die Schwarmzeit zu Nutze, in der die Bienen mehrere Königinnen züchten, um ein zweites Volk zu bilden.

Dieses Verfahren wird teils heftig kritisiert. Immerhin führt es dazu, dass die Tiere einem hohen Maß an Stress ausgesetzt werden. Auch kann sich das sogar negativ auf das gesamte Volk auswirken und dessen sensibles Gleichgewicht aus dem Lot bringen. Einige Imker übern scharfe Kritik an dieser Methode.

Gelee Royal Ernte

Da sich bei der Ernte kein automatisiertes Verfahren einsetzen lässt, gestaltet sich diese als überaus schwierig. Das Gelee Royal wird mit einer Vielzahl an Instrumenten aufwändig in mehreren Schritten aus dem Bienenstock extrahiert werden.

Bei der Gewinnung wird eine Pumpe verwendet, die ein Vakuum erzeugt und über einen Schlauch den Gelee aus den Weiselzellen saugt, der dann in Behältern gesammelt wird. Die Dicke der Schläuche entspricht dem Durchmesser der Zellen. Um zu verhindern, dass Wachs das Gelee verunreinigt, wird noch ein feinmaschiger Filter installiert. Eingesetzt werden solche Instrumente allerdings nur in professionellen Imkereien, die das Gelée royale für kommerzielle Zwecke bereitstellen.

Alternativ dazu kann man es auch einfacher gewinnen. Etwa indem man die entsprechenden Zellen mit dem Messer abtrennt und anschließend den Saft herauskratzt und ihn in einem Glas sammelt.

Optimierung der Gelee Royal Ausbeute

Achtet man auf einige Faktoren, kann die Ausbeute noch zusätzlich erhöht werden. Hierunter fällt beispielsweise die

  • Anzahl der Bienen. Je größer die Population ist, desto mehr Gelee Royal stellen die Bienen her.
  • Auch wirkt sich die Ernährung der Bienen auf die Produktion aus. Sie ist nur dann besonders ergiebig, sofern die Tiere ausreichend Futter vorfinden.
  • Ein weiteres Kriterium ist das Alter der Bienen. So hat im Jahre 1966 Dr. Irmgard Jung-Hoffmann, eine Expertin für das Verhalten von Bienen, herausgefunden, dass sich eine ausgeglichene Anzahl verschiedener Arten positiv auf die Herstellung von Honig und Gelee auswirkt. Befinden sich dagegen zu viele Flugbienen oder junge Stockbienen im Volk, geht auch die Produktion zurück.
  • Auch der Charakter der Bienen von Relevanz. Ist das Volk nämlich besonders aggressiv, so lassen sich solche Eingriffe nur mühsam durchführen.
  • Natürlich spielt auch die Art der Bienen eine Rolle. Die Bienen sollten dazu tendieren zu schwärmen. Geeignet ist daher die Tellbiene oder die italienische Ligustica. Vor allem die Franzosen verwenden darüber hinaus gerne die Caucasica.

Die verschiedenen Arten werden von den Imkern noch weiter gezüchtet, um ideale Ergebnisse zu erzielen. So lassen sich dadurch gezielt solche Tiere hervorbringen, die besonders viel von dem Gelee Royal herstellen.

Methoden der Gewinnung von Gelee Royal

Das Gelee Royal lässt sich auf zwei verschiedene Weisen gewinnen. Zum einen gibt es die schonende Variante, und zum anderen eine ausbeutende Variante, bei der man das Bienevolk manipuliert, um einen höheren Ertrag des Gelee Royal zu erhalten.

Bei der schonenden Methode wird der Königinnensaft nur einige Male hintereinander abgeschöpft und danach eine Pause eingelegt. So hat das Volk Zeit, den verursachten Stress wieder abzubauen und sich zu regenerieren. In den meisten Betrieben, die auf eine kommerzielle Verwendung ausgelegt sind, wird das Erzeugnis jedoch kontinuierlich gewonnen.

In Anbetracht der Tatsache, dass trotz aller Manipulationen und Verbesserungen lediglich nur ein halber Kilo pro Saison und Stamm produziert werden kann, ist das Gelee Royal entsprechend teuer. Ein kg kostet meist über 100 €. Und da die dabei anfallenden Lohnkosten andernfalls den Preis sprengen würden, gewinnt man das Gelée royale lediglich in Billigländern. So kommt ein Großteil des Weiselfuttersaftes aus China.

Video zur Gewinnung des Gelee Royal

Gelée Royal Kapseln 1.000mg 365 Stück
2 Bewertungen

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